Simulationstraining Freinberg

Gemeinsame Übung mit dem Arbeitersamariterbund und dem Polizei Sanitätsdienst

 

Um Menschen in Not zu helfen ist sehr oft Teamarbeit gefragt und das nicht nur innerhalb einzelner Einsatzorganisationen, sondern gemeinsam mit anderen.

Auch das gehört geübt, um übergreifende Einsatzketten bestmöglich zu koordinieren und um von den jeweiligen Stärken zu lernen.

 

Deswegen trafen sich Mitglieder des ABS, der Polizeisanitäter und Mitglieder der Bergrettung Linz am 02.10. zu einer gemeinsamen Übung am Freinberg.

Das realitätsnahe Einsatzszenario hatte für die Einsatzkräfte folgendes vorgesehen:

2 Spaziergeher und eine Person die helfen wollte, stürzten in unwegsamen Gelände am Freinberg in Richtung Donauwänd ab.

 

Aufgabe der Bergrettung war es, die Notfallsanitäter gesichert zu den Verunfallten zu begleiten, bei der Erstversorgung behilflich zu sein und die schwerverletzten Personen zu retten.

Die realitätsnahen Verletzungsmuster stellten alle Teams vor besondere Herausforderungen bei der durch intensive Zusammenarbeit technisches und medizinisches Know-how ineinanderfließen mussten.

Durch gemeinsame Übungen wie diese, automatisieren sich einerseits Abläufe und es entsteht andererseits auch das Verständnis für die Bedürfnisse und Anforderungen für Kolleg*innen anderer Einsatzorganisationen.

 

Fazit: Gemeinsam sind wir stark!

 

Vielen Dank an den Arbeitersamariterbund und die Polizei für diese gelungene Einsatzübung.

 

 

Sommerkoordinierungsübung mit der Feuerwehr Pöstlingberg

Linz Pöstlingberg 17:30 Uhr.

„ACHTUNG ÜBUNG - Vermisste Person im Raum Pöstlingberg, 70+, seit 14 Uhr abgängig. Einsatz für Bergrettung Linz & FF Pöstlingberg. Treffpunt FF Pöstlingberg.

“Dieses SMS war der Beginn der großen Sommer Übung der FF Pöstlingberg und der Bergrettung OÖ/ Ortsstelle Linz. Eine Einsatzübung, wie sie auch jederzeit tatsächlich eintreten kann.

Ausgangslage: ein 70+ jähriger Wanderer wurde von seinen Angehörigen als vermisst gemeldet und das Auto der Person wurde am Parkplatz Pöstlingberg gefunden. Herausfordernd für die Einsatzorganisationen war, dass es keinen Anhaltspunkt in welche Richtung die Suche gehen sollte, gab. Als Unterstützung wurde die Hundestaffel der Bergrettung nachalarmiert.

Die speziell ausgebildeten Personensuchhunde konnten dann direkt beim Fahrzeug des Vermissten eine Spur aufnehmen und so die organisierte Suche in eine Schwerpunktrichtung lenken. Die Einsatzleiter der beiden Organisationen teilten die Gebiete in verschiedene Sektoren auf und begannen mit der Suche.

Um 18:30 Uhr bestätigte eine Handypeilung des Vermissten die Richtung der Mantrailinghunde und somit konzentrierte sich die gesamten Suchmannschaften auf das Gebiet im Bereich Diesenleiten Graben. Aufgrund der Steilheit in diesem Bereich wurden die Flächensuchhunde der Bergrettung zur Unterstützung nachgeholt. Um 19:15 Uhr kam dann der Funkspruch eines Hundeführers; „Person lebend gefunden, schwer verletzt, nicht ansprechbar. Ich benötige dringend Notfallsanitäter.“

Kurze Zeit später trafen auch schon, Dank des schnellen Shuttledienstes der Feuerwehr, die ersten Bergretter beim Verletzten ein. Rasch war klar, dass die Rettung der Person möglichst schonend den Steilhang hinunter geht. Während sich der Notfallsanitäter um die Versorgung der Verletzungen (Platzwunde am Kopf und offenen Schienbeinbruch am rechten Bein) kümmerte wurde von den Bergrettern die Steilhangbergung vorbereitet.

15 Minuten später begann der heikle Teil der Rettung. Der Verletzte wurde in einer Vakuummatratze und einer Gebirgstrage fixiert und dann langsam über den Steilhang abgelassen. Begleitet von dem Sanitäter konnte er am Wanderweg an die Männer der FF zum Weitertransport übergeben werden.

Um 20:40 Uhr war der verletzte Wanderer im Notarztwagen des Arbeiter Samariterbund in Richtung Einsatzzentrale unterwegs und um 21 Uhr waren alle eingesetzten Kräfte wieder im Zeughaus der Feuerwehr Pöstlingberg eingetroffen.

Nach einer kurzen Nachbesprechung wurden anschließend bei einer Jause und Getränken die persönlichen Erfahrungen ausgetauscht.

Eines war jedem klar: die Übung war herausfordernd, lehrreich und hat gezeigt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen ist und regelmäßig trainiert werden sollte.

Abschließend möchte ich mich als Übungsleiter bei allen Beteiligten für ihren Einsatz bedanken.

Freiwillige Feuerwehr Pöstlingberg, Arbeiter Samariterbund, Bergrettung OÖ Ortsstelle Linz und der Hundestaffel der Bergrettung

Alexander Seemann, Leiter Bergrettung Linz

 

Winterübung 2021

Am Sonntag 07. März 2021 fand die alljährliche Winterübung des BRD Ortsstelle Linz statt. Diesmal war der Schwerpunkt auf der „Kameraden Lawinenverschütteten Suche“.

Ausgangslage war, dass eine Gruppe wären einer gemeinsamen Skitour im Dachsteingebiet zu einem Lawinenabgang im Bereich der Simonyhütte mit drei Verschütteten kam und sofort mit der Suche begann.

Aufgrund der Teilnehmerzahl wurden beim Abmarsch am Krippenstein zwei Gruppen gebildet, welche den Aufstieg Richtung Dachstein über die „Rumpler Runde“ antraten. Bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur war der Aufstieg bis in den Bereich der Liftanlagen im Bereich Mittersteinerabfahrt ein Vergnügen. Leider frischte dort ein starker Wind mit Wolken auf und lies die Temperaturen gleich ein wenig sinken. Nach einer kurzen Pause ging es über den Hallstättergletscher zur Simony Hütte und den von Klemens vorbereiteten Lawinenkegel. Beide Gruppen konnten die Verschütteten rasch orten und ausgraben.

Danach ging es gemütlich zurück zur Gjad Alm und über die Krippensteinabfahrt ins Tal hinunter.

Nach einer kurzen Nachbesprechung, bei der der Ausbildungsleiter seine Zufriedenheit bekundete traten alle die wohlverdiente Heimreise an.

 


 

DANKESCHÖN

Die Hundeführer der Ortsstelle Linz bedanken sich bei der Firma Dogsworld aus Neufelden für die Unterstützung!

Ortsstelle Linz • Samhaberstraße 50 • A-4040 Linz • Mail: linz@bergrettung-ooe.at